Hier besteht immer wieder die größte Gefahr der Verwechslung. Gerade da sich viele Menschen gegen die Grippe impfen lassen, ist die Überraschung bei einer Erkältung umso größer. Daher sollen hier einmal beide Erkrankungen ein wenig näher beleuchtet werden, damit dann die richtige Behandlung erfolgen kann.

Wo liegt der Unterschied zwischen Grippe und Erkältung?

Eigentlich nur in den Typen der Viren, denn die Erkältung wird von Adeno-, Parainfluenza-, Rhino-, und RS-Viren ausgelöst. Die Grippe hingegen wird durch verschiedene Arten von Influenzaviren ausgelöst. Das hört sich im ersten Moment nicht bewegend an, doch die Symptome sind dann doch etwas anders. Allerdings wird sowohl die Erkältung wie auch die Grippe durch eine Tröpfcheninfektion ausgelöst, was schon beim Niesen, Husten und Sprechen der Fall sein kann. Seltener sind Schmierinfektionen wozu dann da Händeschütteln, Türgriffe oder auch die Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln gehören können. Die Grippe und auch ein grippaler Infekt kommen vor allem in der kälteren Jahreszeit vor. Die Inkubationszeit, also der Zeitraum von der Infektion bis die Erkrankung beginnt, beträgt bei beiden Erkrankungen nur wenige Tage. Allerdings ist der Ausbruch bei der Grippe etwas früher. Zwar handelt es sich um unterschiedliche Erreger, doch zu erkennen, ob es sich nun um eine Grippe oder Erkältung handelt, fällt meistens sogar Ärzten schwer. Denn der Verlauf ist fast identisch, wobei es dann doch den einen oder anderen kleinen Unterschied gibt. So kann dann jeder die Grippe vielleicht ein wenig leichter von der Erkältung unterscheiden. Das kann manchmal schon sehr hilfreich sein, um die richtigen Medikamente einzunehmen. Vor allem, um dann einfach schneller und besser zu reagieren.

Der kleine Unterschied ist hilfreich

Wenn jemand von einer echten Grippe erwischt wurde, der fühlt sich von einem auf den anderen Moment richtig krank. Die ersten Anzeichen treten also schnell auf und äußern sich in Kopf- und Gliederschmerzen, wobei immer noch gleichzeitig Fieber hinzukommt. Der Erkrankte fühlt sich richtig schlapp und will nur noch schnell ins Bett. Dies ist bei einer Erkältung anders, denn hier treten die Symptome schleichend auf. So fühlt sich der Erkrankte zuerst nur irgendwie nicht wohl und der Hals fängt an, zu kratzen. Einen Tag später läuft die Nase und der Patient ist heiser. In der Nacht kommt dann häufig noch Fieber hinzu. Allerdings kommt bei einer Erkältung nur selten Fieber vor, allenfalls eine leicht erhöhte Temperatur. Dies ist bei einer Grippe wieder anders, denn hier tritt immer Fieber auf. Halsschmerzen und Heiserkeit kommen in beiden Fällen vor, genauso wie ein trockener Reizhusten. Ebenfalls kommen bei einer Grippe immer noch Kopf- und Gliederschmerzen hinzu und der Erkrankte fühlt sich abgeschlagen und ist übermäßig müde. Diese Symptome sind bei einer Erkältung nicht vorhanden, wobei dies bei manchen Patienten nicht so ausgeprägt ist. Daher sollten diese Symptome vorhanden sein, da es sich ansonsten doch eher um eine Erkältung handelt. Ein weiteres fast sicheres Zeichen für eine Grippe ist Schüttelfrost, der bei einer Erkältung nur sehr selten vorkommt. Allerdings sind die Ärzte meist gut informiert, ob gerade eine Grippewelle unterwegs ist. Zusätzlich schwächt sich eine Erkältung nach ungefähr einer Woche ab, was bei einer Grippe nicht unbedingt der Fall ist. Denn hier kann die Genesung Wochen dauern. Eine Grippeimpfung ist hilfreich, aber schützt nur bedingt. Erkältung oder Grippe, diese Unterscheidung ist schwer.