Bei Verbrennungen gelten immer die Erste Hilfe Regeln. Dabei sollten allerdings noch weitere Regeln beachtet werden, wenn es zu einer Verbrennung der Haut gekommen ist. Zunächst muss die Hitze von der Haut entfernt werden, und zwar unabhängig davon, was nun genau die Verbrennung verursacht hat. Bei einer nur leichten Verbrennung sollten Sie die Haut kühlen. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass Sie die Hautstelle einfach unter fließendes und kaltes Wasser halten. Diese Vorgehensweise gewährleistet, dass die Haut nicht zusätzlich strapaziert und geschädigt wird. Gegen die unangenehmen Schmerzen kann ein Schmerzmittel genommen werden. Bei Sonnenbrand helfen zusätzlich kühlende Gele.

Stärkere Verbrennungen sollten unbedingt von einem Arzt behandelt werden. Nur ein Arzt kann diese Wunden steril und konform behandeln. Dies gilt auch beispielsweise bei Unfällen. Hier könnten Gefahren drohen, wenn Sie versuchen, den Brandherd zu beseitigen. Auch können Sie als Laie nur schwer beurteilen, ob die Wunde zu kühlen ist oder auszuwaschen ist und dergleichen. Weitere Krankheitserreger könnten in die Wunde geraten. Darüber hinaus könnte eine heftige Kühlung zu einem Erfrieren oder Unterkühlen führen. In Notfällen ist der Notruf zu informieren.

Wie werden starke Verbrennungen behandelt?

Sehr starke Verbrennungen werden im Krankenhaus behandelt, damit keine weiteren Körperschäden eintreten können. Hierzu werden oftmals auch abgestorbene Gewebebereiche operativ entfernt und gesunde Haut wird transplantiert. Nicht selten muss ein Verlust von Körperflüssigkeit mittels einer Infusion ausgeglichen werden und der Kreislauf stabilisiert werden. Vor einer Operation müssen die betroffenen Hautbereiche gereinigt und desinfiziert werden. Keinesfalls dürfen Erreger in den Kreislauf geraten, weil es zu einer Blutvergiftung kommen kann.

Behandlung nach einer Verbrennung

Rückfettende Lotionen und Salben, die sehr viel Fett enthalten, helfen der trockenen Haut, selbst wenn sie bereits vernarbt ist. An die betroffenen Stellen der Haut sollte keine direkte Sonneneinstrahlung gelangen. Die UV-Strahlen der Sonne können zu einer Schädigung des Gewebes führen. Bei der Nachbehandlung sehr schwerer Brandwunden ist das Tragen von Kompressionskleidung ratsam. Sie verhindert, dass sich Wasser im Gewebe einlagern kann. Darüber hinaus empfiehlt sich eine passende Rehamaßnahme. Diese gewährleistet eine regelmäßige Kontrolle der Ausheilung. Leichte Verbrennungen hinterlassen oftmals keinerlei Vernarbung. Bei schwereren Verbrennungen ist eine Weiterbehandlung des Vernarbten Gewebes aus ästhetischen Gründen möglich.